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Donnerstag, 5. März 2009

Der Freizeitstress...

Hach, wo wir nicht wieder alles waren und was könnte ich nicht wieder alles schön bewerten? Leider fehlt mir ein bisschen die Zeit. Daher in Kürze:

Gestern war das B-Essen der Reihe "Essen von A-Z". Wir waren zu fünft beim Brasilianer in Opladen (Leverkusen). Es gab ein traditionelles Rodizio, d.h. einem wird mehr Fleisch direkt vom Spieß auf den Teller geschnitten, als ich normalerweise im ganzen Jahr am Stück esse. Die "Fleisch"sorten reichen von diversen Sorten Schwein, Rind, Pute und Huhn bis hin zu "Philipp Lamm" und gebackener Ananas und Banane. Dazu gibts verschiedenste Vorspeisen. Für mich als Nicht-Rind-Esser war's mit 25 EUR zu teuer und auch irgendwie zu viel Fleisch ohne Sauce. Die Atmosphäre und die leckeren Fischplätzchen vom Vorspeisenbüffet waren aber toll. Weiter gehts in 2 Wochen mit C, wahrscheinlich wie Chinese.

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Pantanal Rodizio
6/10 auf der nicht vegetarischen Sabsskala
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Neulich in Hamburg waren wir auch experimentell essen - im "Graceland" gab's Deep South Küche. Endlich hatten wir mal wieder die Chance, karibisch angehauchtes Essen zu genießen wie vor nicht allzu langer Zeit noch in der Karibik. Leider gabs keine Hot Wings, dafür meinen BVI-Klassiker: Ceasar's Salad mit Jerk Chicken. Es war lecker, aber die leichte Brise vom Meer her fehlte ein wenig und das Jerk war mir nicht ganz "jerkig" genug. Da der Laden aber nett war, der Barkeeper passend gekleidet und die Musik und das Ambiente irgendwie stimmig waren und da ich endlich mal in die Südstaaten der USA möchte, gibts für

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Graceland
7/10 auf der Karibiksehnsuchts-Sabsskala
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In Köln waren wir letztens bei Spamalot, dem Monty Pythons Musical. Ich hatte mir die Show vorher schlecht geredet, weil ich Musicals nunmal nicht mag und weil ich mir die Lieder auf deutsch übersetzt einfach nicht lustig vorstellen konnte. Das war ne gute Idee, denn auf diesem Weg war ich positiv überrascht und besonders in der 2. Hälfte begeistert vom großen Python-Mumpitz, von lustigen Liedern und dem fantastischen Bühnenbild und vergebe - mit einem Punkt Abzug weil die Texte auf englisch einfach lustiger sind -

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Spamalot auf Deutsch
9/10 auf der Lancelot-Dance-alot-Sabsskala
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So und dann wird's noch Zeit für 10 Punkte. Eigentlich bin ich ohne Erwartungen und nur wegen Ralph Fiennes in den Film "Der Vorleser" gegangen - aber was soll ich nach einem Film mit perfekter Besetzung, ner spannenden Story und schönen Bildern sagen außer

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Der Vorleser
10/10 auf der Endlich-mal-wieder-ein-Lieblingsfilm-Sabsskala
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Donnerstag, 26. Februar 2009

Traumhotel


Letztes Wochenende haben wir uns eine kleine Auszeit gegönnt: 2 Nächte im schicken neuen ****+ Mövenpick Hotel in Hamburg. Hamburg begrüßte uns mit Schmuddelwetter und Betonhimmel, da kam es sehr gelegen, dass dieses Hotel wirklich was besonderes war: Es ist in einen alten Wasserturm aus dem 19. Jahrhundert integriert und liegt mitten in einem kleinen Park an der Sternschanze.

Die linke Szene hat wohl lange gegen dieses Projekt demonstriert, da der Turm alles andere als ein Hotel werden sollte. Allerdings verloren sie den Kampf (und für sie stürzte damals sicherlich der Turm ein, Birger! ;) Zum Glück habe ich das erst zu spät erfahren, sonst hätte mich wahrscheinlich das schlechte Gewissen gebissen, weil ich vom Hotel so begeistert war. Und zum Glück bin ich immer noch nicht wirklich eingeweiht, so dass ich weiterhin vom Turm schwärmen kann... Selten hat mir das Überlaufen zum Kapitalismus so viel Freude bereitet - vor allem auch, weil wir ein ziemliches Schnäppchen gemacht haben. Sorry, aber ich stehe nunmal auf außergewöhnliche Hotels und spannende Nachnutzungsprojekte.

Das Hotel ist wie gesagt in diesen Wasserturm hineingebaut. Die Original-Fassade und der Park drumherum blieben unangetastet. Das Betreten des Hotels erfolgt durch einen unterirdischen Gang mit einer langen Rolltreppe, begleitet von Wassertropfen und hohlen Geräuschen erreicht man die stylische uinterirdische Lobby mit ihren Gewölbegängen und alten Fundamentresten, die fast schon einem Amphitheater gleichen. Wenn man dringend aufs Klo muss, hilft der Wassergeräusch-Terror einem auf der lang(sam)en Rolltreppe ohne Stufen nicht wirklich, ansonsten ist die Klanginstallation aber sehr gelungen und trägt zum Gesamtambiente bei!

Unser Zimmer war im 12. Stock und wir genossen einen Blick über die Innenstadt und den Hafen von Hamburg, allerdings war ein recht großer Abstand von unserem Fenster hinter der Fassade zum kleinen Originalfenster in der Fassade. Egal. Wir waren ja nicht zum Aus-dem-Fenster-Gucken da, außerdem war alles eh die ganze Zeit grau in grau. Daran muss es nachts auch gelegen haben, als ich den Michel für ein ziemlich hohes Hochhaus hielt...

Das merkwürdigste Feature des Zimmers war die große Fensterscheibe, die den Wohnraum mit dem Badezimmer verband. In die Scheibe war aus Blickschutzgründen aber glücklicherweise aber eine Jalousie integriert, gegen deren Fernbedienung ich aber stets einen kleinen Kampf ausgetragen habe. Dazu gab's ein Quietscheentchen in der schicken Dusche, Badehauben von Bogner, Schweizer Schoki, bequeme Betten und einen Fernseher, der auch Skispringen anzeigte. Wunderbar!

Genau wie das Mövenpick-Frühstücksbuffet jeden Morgen mit Bircher-Müesli, Rösti, Eiern ohne Salz, Gipfeli mit Himbeermarmelade und allem, was dazu gehört... Frühstücken wie Gott in Frankreich der Schweiz!

Auch die Lage, fußläufig zum wundervoll alternativen Schanzenviertel mit seinen tollen kleinen Läden und quasi direkt neben der S- und U-Bahn-Station "Sternschanze" gelegen, war für uns perfekt. Parkplätze umsonst gab's mit etwas Glück auch, zumindest für die Herrschaften, die sich unberechtigter Weise immer die gekrallt haben, für die wir schon geblinkt haben. Frechheit!
Was bleibt? Ich möchte von nun an immer in einem Wasserturm wohnen? Zur Not nehme ich auch 'nen Leuchtturm.... naja, vielleicht beim nächsten Kurzurlaub!

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Mövenpick Hotel Sternschanze Hamburg
10/10 auf der auch im Norden gültigen Sabsskala
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